Ein „glatter“ Sieg

geschrieben von M. Ermes

26.01.2020 HSV Oberhavel gegen Finowfurter SV 23:18 (11:7)

Schlittschuhlaufen in Hohen Neuendorf kennt die Jugend von heute gar nicht mehr (die Älteren werden sich erinnern, ich sag nur „Rotpfuhlen“). Dass man sich dafür aber am Sonntagvormittag in der Stadthalle trifft, ist schon ungewöhnlich. War aber auch nicht geplant.
Diesmal nicht in gewohnter Umgebung in Borgsdorf, ging es zum einzigen Gastspiel dieser Saison in die Stadthalle. Dass dort eher weniger Handball gespielt wird zeigte sich schon beim Aufbau. Nachdem das Equipment aus den hintersten Ecken hervorgeholt wurde (Dank an alle Helfer), verteilten sich diverse Staubflusen in der Halle. Als die beiden Mannschaften aus den Kabinen kamen, zeigte sich gleich ein weiteres Dilemma. Der Boden war so glatt, das die Mädels schon beim Erwärmen mächtig ins schlittern kamen. Apropos Erwärmung, die war diesmal besonders wichtig, empfing einen die Halle nicht gerade mit angenehmen Temperaturen.
Schluss mit meckern, auf zum Spiel.

Gegner heute der Finowfurter SV, beide Mannschaften kennen sich aus den letzten beiden Jahren. Waren die ersten Spiele noch von sehr engen Ergebnissen geprägt, konnte das Hinspiel mit 4 Toren Unterschied gewonnen werden. Also mit Zuversicht ins Geschehen.
Bei Finowfurt war relativ klar wie das Spiel laufen würde. Erst mal alles auf die „Nr.18“ und dann verteilen. So kam es auch und Finowfurt versucht mit spielerischen Mittel und einigen guten Spielzügen zum Erfolg zu kommen. Unsere Mädels zeigten wieder ihre gewohnte Abwehrschwäche, konnten aber ihre physischen Vorteile ausnutzen. Meistens führten jedoch Einzelaktionen zum Erfolg. Nach 11 Minuten stand es 6:3 für unsere Mädels. Wie befürchtet trug der glatte Boden nicht gerade zu einem guten Spiel bei. Am ehesten schien heute Luisa damit klar zu kommen. Mit einigen schnellen Aktionen konnte sie heute zum Torerfolg kommen. Finowfurts „Nr.18“ hatte man bis zur Pause relativ gut im Griff, ließ sich aber öfters in der Abwehr von kleineren Spielerinnen ausspielen. Schon in den ersten 20 Minuten zeigt sich das Finowfurt, wenn sie ihre Angriffe gut ausspielen konnten, mithalten würde. Für einen Auswärtssieg sollte es wohl nicht reichen. Dafür stellte sich relativ früh ein kleiner Abstand von 3-4 Toren ein, den unsere Mädels mit minimalem Aufwand verteidigten. Mit 11:7 ging es in die Halbzeit. Es zeigte sich wieder, wenn wir mit 10-12 Mädels spielen können, sollte zum Ende hin der Vorteil auf unsere Seite sein.


In der 2. Halbzeit konnten die Mädels schnell auf 7 Tore wegziehen (25.). Bei Finowfurt schwanden aufgrund mangelnder Alternative die Kräfte, so dass sich das Spielverhalten änderte. Jetzt versuchte man es eher mit Gewalt als mit spielerischen Mitteln. Unsere Mädels spielten wie in der ersten Halbzeit weiter und hielten Finowfurt bis zum Ende immer auf Abstand. Leider vergaßen sie das es ein Mannschaftssport ist und kein Einzelwettkampf. Ein paar schöne Spielzüge hätten es schon sein können. Unsere Kreisspieler hatten heute einen schweren Stand, da konnte man sich in Sachen Abwehrarbeit was abschauen. Sofort wenn ein Pass kam war der Verteidiger da und konnte den Torwurf verhindern. Nach 35 Minuten (21:15) war das Spiel dann auch entschieden, auch weil Finowfurts beste Spielerin es mit der Härte ein wenig übertrieb und für insgesamt 4 Minuten zuschauen musste. Am Ende gewann die Mannschaft die mit mehr Spielern wechseln konnte. Finowfurt spielte heute wohl ihre Fähigkeiten aus, was diesmal nicht reichte, unsere Mädels können sich wohl noch steigern.
Wenn alle Tore werfen wollen, wer denkt dann an die Abwehr? Also mehr gemeinsam in der Abwehr und im Angriff zusammen spielen.
Am Ende zählt aber auch dieser Sieg so wie alle anderen und ist schon der 8. in dieser Saison. Also so schlecht kann es ja dann auch nicht sein. Da die nächsten Spiele wieder auf gewohnten Untergrund in Borgsdorf stattfinden, müssen die Eltern kein neues Schuhwerk kaufen und auch die lange Spielkleidung wird nicht benötigt.

Unser Team gegen Finowfurt:
Carolin, Elise, Emma, Feli, Juliane, Lara, Laurina, Lina, Linda, Luisa, Marie, Marie-Sophie

… Anne und Georg