3 sind besser als 2

geschrieben von Mario Ermes

16.11.2019 HSV Oberhavel gegen Stahl Finow 24:12 (10:5)

Nach zwei Siegen in Folge wollten unsere Mädels den dritten Sieg einfahren. Mit Finow kam eine Mannschaft zu Besuch, die erst einen Punkt auf dem Konto hatte und damit als lösbare Aufgabe galt. Trotzdem galt es den Gegner nicht zu unterschätzen und dass eigene Spiel ordentlich auf zu ziehen.

Finow legte erstaunlich mutig los und so gab es direkt nach 14 Sekunden gleich einen 7-Meter für die Gäste und eine Verwarnung für uns. Diese Szene war gleich in doppelter Hinsicht Synonym für dieses Spiel. Unsere Mädels waren wieder zu nachlässig in ihrer Abwehrarbeit und Finow konnte seine Chancen nicht nutzen. Von 5 7-Metern für die Gäste, konnten diese nur einen verwandeln, was aber auch an unseren Torhüterinnen lag.
Bis zum Stand von 6:5 (14.) war es ein sehr zerfahrenes Spiel, was eher durch Fehler beider Mannschaften geprägt war. Finow spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten und konnte immer wieder zwei Spielerinnen in Szene setzen. Unsere Mädels versuchten im Angriff die Aktionen auf mehrere Mädels zu verteilen und so konnten Luisa und Linda auch früh Tore erzielen. Mit zunehmender Spielzeit zeigt sich der Nachteil im Finower Spiel, da man nur mit zwei Spielerinnen ernsthafte Aktionen starten konnte, fehlte manchmal die Kraft. Durch drei Tore in Folge von Marie konnten die Mädels auf 9:5 (16.) davonziehen. Danach passierte nicht mehr sehr viel im Spiel. Unsere Mädels vergaben wieder ihre Chancen, indem man direkt auf den Torwart warf und Finow benötigte dringend die Halbzeitpause. So war es Elise die mit einem Tor kurz vor dem Pfiff den 10:5 Halbzeitstand herstellte.Elise und Emma teilten sich wieder das Tor und spielten je eine Halbzeit auch im Feld. Zu den gehaltenen 7-Metern kam eine gute Stellungsarbeit und Übersicht, bei der Fußabwehr könnten ein paar Trainingseinheiten aber nicht schaden.

Zur 2. Halbzeit ließen die Trainer Marie bewusst auf der Bank, damit andere Spielerinnen im Rückraum das Spiel machen sollten. Dass funktionierte leider nicht wie geplant. Es schlichen sich Fehler im Spielaufbau ein, der auch sehr statisch wurde. Hoffentlich haben die Mädels auch mitbekommen, dass Training und Spiel zwei verschieden Veranstaltungen sind. Aber besser als in so einem Spiel kann man es wohl nicht lernen. Finow war weiterhin mit nur zwei Spielerinnen aktiv und so stand es nach 27 Minuten 12:7 für uns. Danach schien Emma mit ihrem Tor die Mädels wieder aufzuwecken und angeführt von Marie und Juliane kam die Mannschaft wieder richtig ins Spiel. Innerhalb von 7 Minuten wurde ein schöner Vorsprung, 19:9 (35.), herausgearbeitet. Das gab die Chance, wie schon in der 1. Halbzeit, allen 14 Mädels viel Spielzeit zu geben. So gab es auch noch einige schöne Aktionen und Marie konnte kurz vor Schluss mit der letzten Aktion des Spiels den 24:12 Endstand herstellen.

Insgesamt war es ein eher fahriges, von Fehlern und Einzelaktionen, geprägtes Spiel. Unsere Mädels konnten auch nur zwei ihrer vier 7-Meter verwandeln. Finow war in seinen spielerischen Mitteln begrenzt und daher für uns ein dankbarer Gegner. Positiv wieder, dass 8 Mädels sich in die Torschützenliste eintragen konnten und mit jetzt drei Siegen in Folge das Selbstvertrauen einen Schub bekommen sollte. Auch Spiele die nicht schön sind muss man erst einmal gewinnen.

Und so sind drei Siege in Folge besser als zwei.!

Unser Team gegen Finow:
Alina, Carolin, Elise, Emma, Feli, Juliane, Lara, Laurina, Lina, Linda, Luisa, Marie, Marie-Sophie, Marlene
…Anne und Georg