Über eine bärenstarke Abwehr zum Sieg!

Borgsdorf, 26.10.2019 Brandenburgliga – weibliche Jugend A | HSV Oberhavel – HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf – 25:17 (12:10)

Vier lange handballfreie Wochenenden sind seit dem letzten fulminanten Heimsieg gegen Brandenburg/ West vergangen. Vier Wochen – in denen aber das runde Spielgerät der Mädels nicht  an Luftdruck verloren hatte, denn auch während der Herbstferien wurde, zumindest mit den Daheimgebliebenen, fleißig weiter trainiert. Zum Abschluss dieser spielfreien Zeit, empfingen unsere Damen dann noch am vergangenen Donnerstag den VfL Tegel für ein Trainingsspiel.

Nun also wieder der Liga-Alltag. An das Team aus Teltow/ Ruhlsdorf haben unsere Mädels noch angenehme Erinnerungen. In der letzten Saison behielt man mit einem 26:18 Heimerfolg die Punkte in Oberhavel und auch dieses Heimspiel sollte ein, zu keiner Zeit gefährdeter, Heimsieg werden.

Dennoch gingen die Gäste mit einem Strafwurf in Führung. In den ersten Minuten stand die HSV Abwehr noch nicht optimal und auch im Angriff mussten sich unsere Rückraumkanoniere erst einmal einschießen. Zu hoch oder zu ungenau justierte Würfe landeten entweder im Fangnetz hinterm Tor oder waren leichte Beute für die Teltower Torhüterin. Nach fast sechs Minuten und einem bis dahin angewachsenen Rückstand von 0:3 gelang Isa das erste Tor für die Krokodile. Der Knoten war entzerrt und der Ausgleich wenig später zum 4:4 hergestellt. In den folgenden Spielminuten entwickelte sich ein durchaus spannender Schlagabtausch beider Mannschaften. Kein Team konnte sich wirklich absetzen. Die Angriffsaktionen des Heimteams sahen dabei allerdings routinierter und klarer aus. Ihren ersten Einsatz für den HSV Oberhavel, eröffnete Luisa gleich mit einem erfolgreichen Konterlauf. Anschließend durch Johanna per Strafwurf und wenig später Emma, durch eine wunderbar herausgespielte Kombination, gingen unsere Damen erstmals mit zwei Toren Vorsprung in Führung. Bis zur Pause hielt der knappe Abstand. Die jungen Potsdamer Schiedsrichter pfiffen die erste Hälfte beim Stand von 12:10 ab.

Nach einer anscheinend motivierenden Halbzeitansprache durch das „Dreigestirn“ Doer-Groß-Klaus, starteten unsere Krokodildamen optimal in den zweiten Durchgang. Drei Tore in Folge durch Jasmin, Isa und Gina Re. legten früh die Weichen für einen erfolgreichen zweiten Durchgang. Die Abwehr stand nun felsenfest mit einer glänzend aufgelegten Maike zwischen den Pfosten. In einem, durch überdurchschnittlich viel gegebene Strafwürfe geprägten Spiel, hielt sie fast 40 Prozent und auch bei den Feldwürfen zeigte sie hervorragende Paraden. „Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten“ – außer D. Trump und unsere Damen an diesem Tag.

Die Sicherheit der Abwehr und das „vernagelte“ Tor gaben auch Sicherheit in der Angriffsgestaltung. Durch schnelle und ballsichere Kombinationen, tolle Eins gegen Eins Situationen und Konterläufe war nach zehn Minuten in der zweiten Halbzeit das Spiel quasi entschieden. 19:11 Stand es auf der Anzeigetafel und auch wenn Teltow hier und da durch Einzelaktionen erfolgreich zu Toren kam, unsere Damen zeigten sich vorn weiter in bester Tor-Laune und ließen den herausgespielten Vorsprung nicht schrumpfen. Zudem nahm das Heimteam die gefährlichste Teltower Spielerin in die persönliche Manndeckung. Luisa zeigte hierbei ihre ganze Erfahrung. Über die Zwischenstände 20:13, 21:14 und 22:15 durch eine ebenfalls bestens aufgelegte Rieke, ging es in die letzten 5 Minuten dieser Partie. Beide Seiten konnten sich hier noch einmal durch gehaltene Strafwürfe auszeichnen. Hellen gelang der viel umjubelte 24:16 Zwischenstand und Jasmin stellte 15 Sekunden vor Schluss den Endstand zum 25:17 her.

Eine tolle Mannschaftsleistung, mit einem an diesem Tag nahezu perfekten Abwehrverbund mit Maike als „Mauerchefin“ und eine Angriffsgestaltung, die durch tollen Kombinationshandball und individueller Klasse zum Heimsieg führten. Auffallend: trotz der harten aber stets fairen Abwehrarbeit gab es für unsere Krokodile keine Zeitstrafe.

Durch den Rückzug vom Spielgeschehen der Mannschaft von Stahl Finow (eigentlich am 9.11. auswärts), sind nun wieder vier Wochen Zeit bis zum nächsten Heimspiel. Zeit genug für die Mannschaft, weiter fleißig zu trainieren und gegebenenfalls Testspiele zu absolvieren, ehe dann am 16.11. um 13:15 der SV Jahn Bad Freienwalde im Borgsdorfer Keller zu Gast ist.

Für den HSV Oberhavel spielten: Maike (Tor) – Gina Ro. (1), Paula, Gina Re. (3), Luisa (1), Rieke (3), Sonja, Emma (2), Lena (2), Isabella (4), Hellen (1), Jasmin (3), Johanna (5)