Der Wille versetzt Berge

Borgsdorf, 28.09.2019 Brandenburgliga – weibliche Jugend A – HSV Oberhavel gegen SV 63 Brandenburg-West – 24:21 (13:7)

Nach einem Zittersieg gegen Wildau (21:20) zum Saisonstart und einer etwas unglücklichen Niederlage in Falkensee (21:24) wollten sich unsere Krokodildamen am vergangenen Samstag über die gesamte 60-minütige Spielzeit bissiger präsentieren.

Ohne die weiterhin auf Klassenreise befindlichen Sonja und Hellen sowie der noch immer verletzten Emmi empfingen wir die großgewachsenen Gegnerinnen aus Brandenburg/Stadt in unserem Borgsdorfer „Keller“. Das mit acht volljährigen Spielerinnen gespickte Team aus der Havelstadt sorgte vor der Partie allerdings für einige große Augen bei unseren Mädchen.

Mit dem Anpfiff, durch die beiden sehr guten Schiedsrichter Gohlke und Theger (HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf), war die aufgekommene Besorgnis allerdings ad acta gelegt: ein konzentrierter Start in die Begegnung, in dessen Ergebnis die Gäste ihre erste Auszeit in Anspruch nahmen, war der Auftakt für ein erfolgreiches Match. Oberhavel konnte innerhalb der ersten 10 Minuten mit 5:0 Toren in Führung gehen, wofür die Schützinnen Jasmin, Gina Re. und Isabella sowie eine konsequente Defensive verantwortlich waren. Durch die Auszeit der Gäste kamen diese nun ins Spiel und verkürzten innerhalb der nächsten 10 Minuten auf 8:5 Tore. Unsere bald folgende eigene Auszeit verschaffte den Mädchen nun wieder etwas Luft, um bis zur Pause noch einmal aktiver zu werden. Zum Seitenwechsel gelang es uns, eine Führung von 6 Toren herauszuspielen (13:7).

Nach der Halbzeit starteten wir wieder sehr konzentriert. Allein Isabella gelangen in den ersten 2 ½ Minuten nach Wiederanpfiff drei schöne Tore aus dem Rückraum, bei nur einem Gegentreffer (16:8). Anschließend konnten wir unseren Vorsprung trotz zweier Zeitstrafen auf 22:14 Tore ausbauen. Grundlage hierfür war eine weiterhin gut funktionierende, aggressive, Abwehr, die im Verbund mit unserer sehr stark haltenden Torfrau Maike, wenig zuließ. Die Gäste aus Brandenburg mussten für jeden Torerfolg viel investieren. Nach 17 gespielter Minuten nahmen die Havelstädterinnen ihre Auszeit des zweiten Spielabschnitts, in der die Trainer offensichtlich die richtigen Worte fanden. In Verbindung mit schwindenden Kräften unserer Mädchen, holten die Gäste Tor um Tor auf. Beim Zwischenstand von 24:20, nach 58 gespielten Minuten, erholten sich unsere Krokos noch einmal während ihrer Auszeit. Gegen eine Pressdeckung, die uns immer wieder vor Probleme stellt, hieß es nun möglichst die Zeit für uns arbeiten zu lassen. Dies gelang nicht perfekt, aber das eine Gegentor, welches wir noch in Kauf nehmen mussten, soll die Leistung des Teams nicht schmälern. Endstand 24:21!

Fazit:

Am Ende stand ein verdienter Sieg gegen starke Gegnerinnen mit einer sehr dynamischen Spielanlage. Wir können auch solche Spiele positiv gestalten, wenn wir mannschaftlich zusammenhalten und -arbeiten. Durch die Gemeinschaft und deren Willen schaffen wir es, auch körperlich und spielerisch stärkere Gegner, auf Distanz zu halten.

Cheftrainer Reiner hierzu: „Wir haben diesmal als Mannschaft gut funktioniert und den Grundstein für den Erfolg in der Abwehr gelegt. Es kommt einfach darauf an, dass unsere Mädels zusammen durch Dick und Dünn gehen und sich nicht gegenseitig an zicken.“

Für den HSV Oberhavel spielten: Maike (im Tor) – Isabella (7) – Gena Re., Jasmin (4) – Rike (3) – Emma, Gina Ro. (2) – Lena, Johanna (1) – Paula.

Am Samstag, den 26. Oktober, steht das nächste Saisonspiel auf dem Plan. Wieder zu Hause, in unserem Borgsdorfer „Keller“ empfangen die Krokodildamen das Team der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf, diesmal bereits um 12:00 Uhr