Revanche gegen Wildau geglückt

16.03.2019 – HSV Oberhavel gegen HSV Wildau 1950 24:20 (15: 5)

Nach dem doch eher mäßigen und müßigen Auswärtssieg in Neuruppin Anfang März, hatten unsere Damen der weiblichen Jugend B einiges wieder gut – und dieses Mal auch einiges wieder besser zu machen. Zum vorletzten Heimspiel in dieser Saison im Borgsdorfer Keller empfingen unsere Krokodile die Vertretung aus Wildau. Das Hinspiel endete unentschieden und unsere Mädels fuhren mit einem Gefühl des „eher verlorenen Punktes“ wieder nach Hause. Es war also noch eine Rechnung offen mit dem HSV Wildau.

Die Abtastphase der Mannschaften dauerte knapp fünf Minuten. Bis dahin gelang es beiden Teams jeweils zweimal das Spielgerät ins gegnerische Gehäuse unterzubringen. Dann starteten unsere Krokodildamen ein selten so gesehenes Angriffsfeuerwerk. Der Ball wurde im Rückraum sauber in die Bewegungen gespielt, so dass immer eine freie Mitspielerin gefunden wurde. Die Auftakthandlungen wurden perfekt durchgespielt und mit der jeweils richtigen Entscheidung abgeschlossen. Gerade in dieser Phase zeigte sich der positive Aspekt des vorangegangenen spielfreien Wochenendes. Die Trainingseinheiten nach Neuruppin wurden nämlich gezielt in den Angriff investiert. Tor um Tor setzte sich der HSV Oberhavel ab. Erst in der 15. Spielminute konnte Wildau durch ihre erfolgreichste und gefährlichste Spielerin zum dritten Torerfolg kommen, die in Folge dann auch in die persönliche Manndeckung genommen wurde. Unsere Damen haben zu diesem Zeitpunkt bereits achtmal getroffen. Aber auch dieses dritte Gegentor hinterließ keinen Bruch im Angriff bei unseren Mädels. Wieder vergrößerten sie den Abstand auf 12:3 zum Teil auch durch die wieder entdeckte Waffe, dem Tempogegenstoß. Die Angriffsleistung war ein Garant für diesen Zwischenstand, ein anderer Aspekt – die wieder einmal sehr gute Zusammenarbeit in der Deckung und die an diesen Tag wieder phänomenal haltende Maike im Tor. Eigentlich wird sie ja wegen ihrem Vorbild Silvio Heinevetter vom Team auch „Maikevetter“ genannt.  In der 20. Spielminute allerdings war eher Andreas Wolff das sportliche Vorbild, als sie einen Wurf der Wildauer Kreisspielerin entschärfte. In Profimanier stürmte sie heraus, verkleinerte so den Wurfwinkel und hielt den Ball mit ihrem hochgestreckten Bein. Ein Jubelsturm brach auf der gut gefüllten Zuschauertribüne aus, was Maike ihrerseits mit einem Freudenschrei quittierte.
Mit  einem beruhigenden und auch in dieser Höhe verdienten Zehn-Tore-Abstand zur Pause (15:5) ging es für unsere Damen in die Kabine.

Die zweite Hälfte des Spiels sollte eigentlich eine Heim-Kür werden, allerdings hatten die Wildauerinnen etwas dagegen. Die Halbzeitansprache der Gästetrainerin zeigte ihre Wirkung. Das Angriffspiel gestalteten sie nun nicht mehr so berechenbar und brachten mit einer speziellen Variante Unruhe in die Abwehr des HSV Oberhavels. Immer wieder wurde eine Aussenspielerin freigespielt oder die Halbposition kam zum Torerfolg. Allerdings waren auch unsere Damen weiter erfolgreich im Tore werfen. Der Abstand schmolz dennoch langsam dahin. Über die Zwischenstände 16:8, 19:12 und 20:14 kam dann der nächste große Auftritt einer Oberhavel Spielerin. Circa 30 Meter vom Wildauer Tor entfernt, eroberte Gina Ro. das Spielgerät und warf es in Richtung gegnerisches Gehäuse. Was eigentlich als Pass auf Sonja ausgelegt war, wurde ein erfolgreicher Torwurf! Das „unbeabsichtigte Tor“ wurde kurzerhand zum „Tor der Saison“ gekürt. Aber auch danach gab Wildau nicht auf und kämpfte weiter verbissen. Die nach wie vor kaum zu stoppende Nummer 2 und die nun stärker werdende Nummer 5 in den Reihen der Gäste, hielten Wildau „am Leben“. Unsere Damen verwalteten aber gekonnt den Spielstand, bewiesen Moral und so gingen sie, trotz verlorener zweiten Halbzeit, mit 24:20 als Sieger vom Parkett.

Fazit von Trainer Reiner: Ja die Damen entwickeln sich und erkennen, dass es nur gemeinsam vorwärts geht. Es ist auch richtig, dass noch nicht alles optimal läuft, daran kann man arbeiten und das haben die Mädels in den letzten zwei Wochen auch gut gemacht. Der Saisonendspurt wird schwierig, kann mit einer guten Trainingsarbeit aber auch gemeistert werden.

Bereits am kommenden Wochenende wartet auf unsere Damen das wohl vermeintlich schwerste der drei letzten Spiele in Frankfurt. Das Hinspiel konnte der HSV Oberhavel gegen die spielstarken  Oderstädterinnen knapp mit 20:19 für sich entscheiden.

Dann kommt am 06.04.2019 um 13:00 Uhr die Mannschaft aus Calau zum letzten Heimspiel in dieser Saison. Hier benötigt unser Damenteam nochmal lautstarke Unterstützung in der Halle. Das Hinspiel im südlichen Spreewald ging nach einer der schlechtesten Saisonleistungen unseres Teams mit 11:14 verloren. Die Mädels brennen hier auf Wiedergutmachung.

Für den HSV Oberhavel: Maike, Pauline (Tor) – Gina Ro. (3), Alisha (1), Gina Re. (6), Rieke (1), Sonja (2), Emma (4), Lena (3), Anna, Isabella, Jasmin (4)

Anmerkung in eigener Sache: Als Schreiberling war es das erste Spiel, was ich, bedingt durch einen Schiedsrichtereinsatz im südöstlichen Brandenburg, nicht live mit verfolgen durfte. Deshalb danke ich Reiner und meine bessere Hälfte Bea, für die nachträgliche Berichterstattung. Es ist immer schwer über ein Spiel zu schreiben, was man selbst nicht gesehen hat, dennoch habe ich mich darin versucht. In der Ferne habe ich allerdings genauso mit gefiebert und mit gelitten. Dank auch noch an Holger für den Liveticker. Im Nachhinein – sehr ärgerlich für mich, da ich eine wohl tolle Mannschaftsleistung, eine super Torwartparade und ein „Tor der Saison“ verpasst habe. Noch ärgerlicher als das…der eigene Zögling erzielte zum ersten Mal in dieser Saison mehr als drei Tore im Spiel… und ich war nicht dabei. 🙁 Für alle die, die dem Übernatürlichen und dem Schicksal vertrauen und meinen, dieser Sieg kam durch meine Abwesenheit zu Stande…ich bin am kommenden Wochenende dennoch wieder vor Ort! 😉