Yanina Meyer beendet Handball Karriere

Am vergangenen Freitag (15.02.) gab es Yani ihrer Mannschaft beim Training bekannt. Es geht nicht mehr. Der Körper macht diesen Sport einfach nicht mehr mit. Was sich schon seit  längerer Zeit angedeutet hat, ist nun gewiss – die aktive Handballlaufbahn ist erst einmal beendet. Eines der größten Handballtalente des Vereins zieht die Reißleine. Es ist immer schwierig, sich mit hartnäckigen und langfristigen Verletzungen und Beschwerden herumzuplagen. Irgendwann kommt dann auch der Zeitpunkt, wo der „Kopf zu macht“ und man sich dann auch gedanklich vom Handballsport verabschiedet. Hier wird wieder einmal deutlich, Handball ist eine der schönsten Mannschaftssportarten der Welt – aber auch eine der Härtesten. Für Jugendliche, die das ganze Leben noch vor sich haben,  gibt es neben diesem Sport auch noch Wichtigeres. Da geht man verständlicherweise kein Risiko ein.

Seit August 2012 ist die mittlerweile Fünfzehnjährige im Verein. Seit der F Jugend durchlief sie alle Jugendmannschaften und wurde in die Auswahlmannschaft des Landes Brandenburg berufen. Sie hat wirklich enormes Handballtalent und sehr früh verstanden, worum es in diesem Mannschaftssport geht. Egal auf welcher Position sie eingesetzt wurde, gefährlich war sie überall. Dabei besaß sie im Spiel den gewissen Unterschied zu anderen talentierten Spielerinnen. Bei ihr sah es nie nach schwerer Arbeit aus. Sie versprühte immer eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz im Spiel. Menschlich blieb sie dabei immer auf dem Boden, war überaus kollegial und von allen Teammitgliedern, Trainern und Betreuern mit denen sie je zusammengespielt und trainiert hat, geschätzt und beliebt.

Der Vorstand des HSV Oberhavel möchte sich hiermit bei Yani bedanken. Bedanken für deinen Einsatz und für deine langjährige Treue für den Verein. Du wirst deinen Weg gehen – mit oder ohne Handball – da sind wir uns sicher. Bleib menschlich so wie du bist und wir wünschen dir weiterhin gute Besserung!

Trude Herr sang übrigens einmal den berühmten Titel: „Niemals geht man so ganz“…

 

Kitty Dietrich              Benjamin Sabrautzki              Stephan Wiechert
Kassenwärtin             1. Vorstandsvorsitzender       2. Vorstandsvorsitzender

 

Verschieden Trainer haben ihre Laufbahn begleitet. Diese möchten wir nachfolgend die Gelegenheit geben, über Yani etwas zu schreiben.

Heike Sabrautzki

Leider werden unsere kleinen Spielerinnen auch mal Groß und sie verabschieden sich, um eigene Wege zu gehen und sich selbst zu verwirklichen. Mit Stolz schaue ich zurück und sehe die kleine, zierliche Yanina, wie sie bei mir als F-Spielerin in der E-Jugend die Grundlagen des Handballspielens erlernte. Schon in ihrer 3. Saison in der wE-Jugend erkämpfte sie gemeinsam mit einer tollen Mannschaft den Pokalsieg, sowie die Vizemeisterschaft in unserer Spielunion. Schon damals zeichnete sich ab, das Yanina ihren handballerischen Weg gehen wird, ihr Talent für diesen Sport war da schon sichtbar. Yani, bleib wie du bist. Ich wünsche dir für deine private und, soweit möglich, sportliche Zukunft alles, alles Gute.

Deine Heike

John Bräuning

Erst einmal tut es mir sehr leid, dass so ein junger Mensch schon die Handballschuhe an den Nagel hängen muss. Yani hatte vier Jahre bei mir trainiert und gespielt. Ich denke, sie war für einen Trainer sportlich gesehen das Beste was einem passieren kann. Sie war unglaublich talentiert und konnte sofort alles umsetzen, was man von ihr verlangt hat. Wie bei Mädels eigentlich normal üblich, gab es bei ihr eher selten ein Veto oder Zickereien. Ich war sehr glücklich sie zu haben, denn sie hat nicht nur alles sofort umgesetzt, sondern hat auch einfach da gespielt wo man sie hingestellt hat. Mit ein bisschen mehr Ehrgeiz und Willen, hätte Sie einen guten Weg gehen können.

Auf jeden Fall wünsche ich Ihr auf Ihrem weiteren und vielleicht neuen Weg viel Erfolg.

Reiner Groß

Yani durfte ich ja nur kurz betreuen, von daher kein Roman von mir. Von Yani als Mensch halte ich viel. Sie hat sich trotz ihrer Hüftschmerzen durch das Trainingslager gekämpft und war immer Teil der Mannschaft. Kein sich in den Vordergrund stellen aber auch ein sachliches Hinterfragen. Wenn ich an Yani denke, muss ich leider an das OHC Turnier denken. Das erste Mal, wo man die neue Mannschaft unter Wettkampfbedingungen sieht und dann muss ich Yani vom Spielfeld tragen, weil ein eigenes Laufen nicht mehr möglich war. Sie hat es zwar beim ersten Punktspiel noch einmal versucht, leider ging es nicht ohne Schmerzen. In Rücksprache mit Klausi haben wir gesagt, dass die Gesundheit vorgeht und sie sich in erster Linie darum kümmern soll. Dass der Körper leider nicht zur Ruhe kommt und die Hüftschmerzen nicht verschwinden, macht mich ein wenig traurig, da ich glaube, dass sie mit den Mädels gerne das runde Leder geworfen hat. Ihre Entscheidung aufzuhören ist richtig, bevor Langzeitschäden auftreten, denn sie hat das Leben noch vor sich. Ich wünsche Yani vom ganzen Herzen alles Gute und das die Beschwerden bald verschwinden. Das sie persönlich den Mädels gesagt hat, dass sie aufhört, passt zu ihrem guten Charakter.

Liebe Grüße Reiner

Fotos der „kleinen“ Yani…

…Nummer 2…

 

 

…hinterm Pokal…