Auswärtsfluch Besiegt!

09.02.2019 – HSG RSV Teltow/ Ruhlsdorf gegen HSV Oberhavel 14:35 (7:13)

„Prequel…“ (vor Teltow)

Der weltberühmte Schriftsteller George R.R. Martin hat in seinem Fantasy Epos „Das Lied von Eis und Feuer“ (für alle Nicht-Leseratten: Die Fernsehserie „Game of Thrones“) eine – wie er es nennt – Schreibblockade und kommt somit einfach nicht weiter mit der Geschichte.

Nun bin ich nicht so vermessen und vergleiche mich mit diesem großartigen Schreiberling, aber auch ich hatte eine Schreibblockade und bitte dies vielmals zu entschuldigen. Es war einfach schwer nach dem Auswärtsspiel in Falkensee die richtigen Worte zu finden. Vielleicht kann ich es ja so auf dem Punkt bringen: Die Effektivität des Angriffs unserer Krokodildamen war an diesem Tag der Brandenburgliga nicht würdig. Noch ärgerlicher als die miserable Torwurfquote von Oberhavel war der Umstand, dass auch der Gegner an diesem Tag nicht mit handballerischen Niveau glänzte und definitiv zu schlagen gewesen wäre – dies komplettierte dann auch das angesetzte Schiedsrichterpaar – allerdings möchte ich hier wieder meine Schreibblockade an der richtigen Stelle aktivieren und keine weiteren Worte darüber verlieren…

Für den HSV Oberhavel spielten in Falkensee: Maike, Pauline (Tor) – Alisha, Gina Re. (4), Sonja (1), Emma, Lena, Anna, Alicia, Hellen, Jasmin (10)

„Sequel“ (nach Falkensee)

Umso erfreulicher ist es, dass es die HSV Mädels nun endlich am vergangen Wochenende geschafft haben, in fremder Halle zu siegen. Gegen die Teltower Damen erspielten sich unserer Krokodile einen auch in dieser Höhe verdienten 35:14 Auswärtssieg. Urlaubs- und leider weiterhin auch Krankheitsbedingt, war die Bank des HSV Oberhavels recht dünn besetzt. Dennoch ließ es sich Sonja nicht nehmen und kam direkt von der Piste aus den Alpen zum Spiel – vielen Dank nochmal für deine tolle Einsatzbereitschaft und den lobenswerten Teamgedanken!

Das Spiel begann mit einer zweiminütigen Abtastphase beider Teams ehe Emma das erste Tor erzielte. Teltow, die ebenfalls mit nur neun Spielerinnen in die Partie gingen, glich aus. Bis zum 5:4 blieb das Heimteam dran, aber man sah schon in den ersten Minuten, dass auf Seiten Teltows spielerisch nicht viel zusammen lief. Beim HSV hingegen wurde das Spielgerät gekonnt verteilt und über Kombinationen die gegnerische Abwehr in Bewegung gebracht. Hierdurch entstanden sehenswerte Angriffsaktionen. Die Außenpositionen wurden wunderbar frei gespielt und die Kreisanspiele funktionierten. Auch die Eins gegen Eins Situationen wurden nicht vernachlässigt und erfolgreich zu Torabschlüssen genutzt. Unsere Mädels konnten sich so bis zur Pause auf 13:7 absetzen.

Im Zweiten Abschnitt des Spiels wollten die Krokodile schnell zur Entscheidung kommen und legten los wie die Feuerwehr bei einem Großbrand. Sechs Tore in Folge zum vorentscheidenden Zwischenstand von 19:7 wurden erzielt. Verwundert rieben sich die mitgereisten Eltern die Augen. Der HSV Oberhavel ist für seine gute Abwehrarbeit bekannt, allerdings wurden bisher erst zweimal über 20 Tore in einem Spiel erzielt. Heute wollten die HSV Mädels mehr und zeigten sich in enormer Torlaune. Die Teltower Mädels ergaben sich Mitte der zweiten Hälfte ihrem Schicksal. So konnte der HSV zum weiterhin gefälligen Positionsangriff auch etliche Tempogegenstöße fahren. Über die Zwischenstände 21:8, 24:9 und 27:11 in der 40. Minute war der Kantersieg perfekt. Aber auch zehn Minuten vor dem Abpfiff hatten die Krokodile immer noch Hunger. Allen voran Gina Re., die sich entweder im Positionsangriff durchtankte oder Tempogegenstöße lief. In den letzten Spielminuten erzielte alleine sie schon fünf Tore. Mit einem Endergebnis von 35:14 wurde der erste Auswärtssieg in dieser Saison gefeiert. „Auswärtssieg – Auswärtssieg –Auswärtssieg“ sangen  und tanzten die Mädels nach dem Abpfiff der beiden jungen sehr guten Schiedsrichter aus Potsdam. Hervorzuheben ist die mannschaftliche Geschlossenheit an diesem Tage. Alle Feldspielerinnen erzielten wenigstens drei Tore. Lobenswert vor allem, das tolle Zusammenspiel von Alisha auf der Halbposition und ihre Außenspielerin Lena, die tollen Kreisanspiele auf Sonja, die vielen Tempogegenstöße von allen Spielerinnen und die im Angriff wieder erstarkten Jasmin und Gina Re.. Auch Pauli im Tor machte eine sehr ordentliche Partie und konnte neben vielen Paraden auch einen 7 Meter entschärfen.

Am kommenden Wochenende folgt das mittlerweile dritte Auswärtsspiel hintereinander – dies Mal  in Brandenburg (Stadt). Das Hinspiel konnten unsere Mädels gegen die „63er“ mit 21:15 für sich entscheiden. Sollte die Mannschaft da anknüpfen, wo sie in Teltow aufgehört hat, mit viel Konzentration und dem Bewusstsein – man kann auch „Angriff“, hat man gegen die Havelstädterinnen durchaus Chancen. Aber Vorsicht, in Brandenburg sind schon andere Mannschaften untergegangen…

Für den HSV Oberhavel spielten in Teltow: Maike, Pauline (Tor) – Alisha (4), Gina Re. (8), Sonja (5), Emma (3), Lena (4), Jasmin (8), Gina Ro. (3)