Herber Dämpfer im südlichen Spreewald

08.12.2018 – HV Calau gegen HSV Oberhavel 14:11 (7:6)

Auch im dritten Auswärtsspiel bleibt der HSV Oberhavel weiter sieglos. In einem niveauarmen Spiel von beiden Mannschaften, behielten die Calauerinnen die Oberhand und gewannen gegen unsere Mädels mit 14:11.

Ja, man könnte jetzt so richtig „losledern“ und all das ansprechen, was nicht funktioniert hat. Klar ist: Der Angriff kann nicht richtig funktioniert haben, wenn man in 50 Minuten nur elf magere Tore erzielt. Das unsere Mädels vor dem gegnerischen Tor zu statisch agierten, sich zu wenig bewegten und oftmals falsche Entscheidungen trafen, blieb jedem der Mitgereisten nicht verborgen. Zu durchsichtig und einfach gestrickt war das Angriffsspiel der Krokodile. Die Spreewälder Deckung hatte es leicht, unsere Angriffsbemühungen zu durchschauen. Zu selten wurden sie in Bewegung gebracht, um eine Lücke im Abwehrverbund zu kreieren, zu harmlos unsere Torwürfe.

Die sonst so sichere Abwehr war oft zu löchrig. Ein ums andere Mal standen die Mädels falsch und konnten nur noch den Gegner mit 2 minutenwürdigen Fouls stoppen.  Die Calauer hatten leichtes Spiel und unsere Torhüter konnten gegen die durchbrechenden Spielerinnen wenig ausrichten.

Die große Enttäuschung nach dem verloren gegangenem Spiel rührte zum Teil daher, dass bei jeder einzelnen Spielerin die eigene Leistung natürlich nicht stimmte, allerdings war die Frustration auch deshalb so hoch, weil man gegen Calau nicht verlieren musste. Nicht die Südspreewälder haben uns geschlagen, weil sie vielleicht ein übermächtiger Gegner waren oder den größeren Willen zum Siegen hatten, nein, der HSV Oberhavel hatte sich an diesem Tag selber geschlagen. Das wissen sie und haben es selbstkritisch erfasst!

Nun heißt es die Fehler, die alle in dieser Mannschaft an diesem 8.12. in Calau gemacht haben, aufzuarbeiten. Mit viel Selbstreflexion von allen Seiten sollte dies in den nächsten Trainingseinheiten auch zu schaffen sein. Die Mädels des HSV Oberhavel haben zwar in Calau eine schlechte Leistung abgeliefert, aber sie haben das Handball spielen nicht verlernt. Das sollte ihnen bewusst sein und das sollte man ihnen auch bewusst machen. Man kann aus so einem Ereignis auch gestärkt hervor gehen – so wie der allseits bekannte Fußballprofi Lukas Podolski zu sagen pflegte: „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln…und die Ärmel natürlich auch!“

Ein positives Zeichen gab es dann noch zu vermelden. Nach langer Leidenszeit, konnte Isabella endlich wieder mitwirken. Die Linkshänderin erzielte zwei Tore und stand auch in der Abwehr sicher. Sollte ihr Knie weiter stabil bleiben und auch die anderen krankheitsbedingt ausgefallenen Mädels wieder mit trainieren können, ist eine optimale Vorbereitung auf das letzte Hinrundenspiel gegeben. Am 15.12.2018 ist um 15:30 Uhr der MTV Altlandsberg zu Gast in Borgsdorf.

 

Für den HSV Oberhavel spielten: Maike, Pauline (Tor) – Alisha (2), Gina Re. (2), Sonja (2), Emma, Lena, Isabella (2), Hellen, Jasmin (3)