Kanutour mit 14 Handballern in Schweden

(von Bernhard Essers | Fotos: Privat)

Nach einer 18-stündigen Busfahrt vom Berliner ZOB zum Basiscamp von scandtrack in  Lennartsfors,  begann unser sehr erlebnisreiches Abenteuer in der schwedischen Einsamkeit. Nach der Ankunft und einem kleinen Snack haben wir unser Proviant und die  Ausrüstung für 14 Leute in die Kanus verstaut und machten uns nach einer Einweisung mehr oder weniger unbeholfen auf den Weg zu unserer Insel. Man muss dazu sagen, dass keiner von uns große Erfahrungen mit Outdoorcamps oder Kanus hatte.

Naja – auf jeden Fall haben wir nach ca. einer Stunde Fahrt die richtige Insel gefunden, die für die nächsten sieben Tage unser Zuhause werden sollte. Pünktlich zur Ankunft meldete sich auch das schwedische Wetter zu Wort und begrüßte uns mit schwedischen Landregen. Trotzdem schafften es alle ihre Zelte aufzubauen und mit Planen einen trockenen Platz für den Proviant und eine Sitzecke zu schaffen. Da jetzt eh alle schon „geduscht“ waren, entschieden wir uns für ein erstes Bad im glasklaren See Foxen. Für alle, die sich einen genaueren Eindruck machen wollen, hier ein Video von scandtrack. Anschließend meinte das Wetter es wieder gut mit uns und gab uns die Gelegenheit unsere Sachen zu trocknen und das erste schwedische Knäckebrot zu verspeisen.

Unsere Erwartungen an die Insel wurden weit übertroffen, zur Freude aller, verfügte unsere Insel gleich über mehrere gutgepflegte Toilettenhäuschen – alle hatten schon damit gerechnet die Notdurft im Wald verrichten zu müssen.

Die erste Nacht auf unserer Insel war sehr stürmisch und regnerisch, sodass unser Unterstand für die Lebensmittel kurzerhand den Geist aufgab und so dem schwedischen Wetter ausgesetzt war. Der Verlust beschränkte sich – zum Glück – nur auf eine Packung Knäckebrot, da der restliche Proviant in den wasserdichten Tonnen von scandtrack verstaut war. Am nächsten Tag errichteten wir den Unterstand auf ein Neues diesmal jedoch wetterfest.

Leider war es – aufgrund der Waldbrände – für uns untersagt, jegliches Feuer zu machen. Scandtrack hatte die Verpflegung so gut es ging darauf eingestellt. Wir waren jedoch erleichtert als das Verbot am dritten Tag aufgehoben wurde und wir dann doch noch warme Gerichte  zubereiten konnten.  Die Laune aller verbesserte sich schlagartig und es folgten drei Tage voller Abenteuer – mit unter anderem Klippenspringen, Ausflügen nach Norwegen und Umgebung, Bauen einer Badeplattform, tolle Sonnenuntergänge und vor allem wunderschöne, lustige, sternenklare und rekordverdächtig Sternenschnuppen reiche Nächte am Lagerfeuer.

Allgemein war die Stimmung an regenlosen Tagen immer sehr gut. Selbst das eigen verursachte Kentern zweier Teammitglieder drückte dank der schnellen Hilfe der Anderen nicht die Stimmung.

Im Endeffekt hat uns diese Reise extrem zusammengeschweißt, der Teamzusammenhalt hat sich in der Woche enorm gesteigert und uns sehr viel Spaß und Freude bereitet. Deswegen vielen Dank an scandtrack für diese tolle, wunderschöne Reise und die vielen großartigen Erlebnisse.

 

Das Team der männlichen A Jugend des HSV Oberhavel