Weiter auf der Erfolgsspur

22.09.2018 – HSV Oberhavel gegen SV 63 Brandenburg/West 21:15 (9:7)

In ihrem dritten Heimspiel hintereinander bleiben die HSV Oberhavel – Mädels weiter ungeschlagen und besiegten den Gast aus Brandenburg an der Havel mit 21:15.

In der ungewohnten Mühlenbecker Sporthalle fanden unsere Mädels im dritten Saisonspiel besser in die Partie als zuletzt und gingen mit 1:0 in Führung. Nach 4 Minuten glich Brandenburg mit ihrer gefährlichsten Torschützin zum 1:1 aus. Zwei Torerfolge, durch Gina Renner, brachten den HSV zu einer etwas beruhigenden 3:1 Führung. Leider riss der Spielfaden nun ein wenig. Die Havelstädterinnen konnten wieder ausgleichen und in der 14. Minute mit 5:4 in Führung gehen. Im Angriff lief zu dieser Zeit nicht viel zusammen. Zu oft wurde sich durch Einzelaktionen an der defensiv stehenden Gästeabwehr aufgerieben. Die Auszeit durch Brandenburg konnten dann aber unsere Krokodile besser nutzen und gingen in Überzahlspiel mit 8:6 in Führung. Johanna trumpfte hier auf, wurde dann aber durch ein rüdes Faul gestoppt und musste verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen. Den fälligen Strafwurf verwandelte Jasmin sicher zur 9:7 Führung. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Kabinen.

Eine Ausnahme in der Berichterstattung möchte ich hier nun einmal machen. Die Leistung der Schiedsrichter kann man immer aus zwei Betrachtungsweisen differenziert beurteilen und auch ihnen seien selbstverständlich Fehler im Spiel zugestanden. Was allerdings gar nicht geht, dass ein gestandener Schiedsrichter, an einer gefaulten und verletzt am Boden liegenden Spielerin (Johanna), die sichtlich und unüberhörbar Schmerzen hat, vorbei geht, sie mit einer Handbewegung und einem Lächeln im Gesicht zum aufstehen „bittet“ und ihr so Schauspielerei unterstellt. Die Erlaubnis zum Betreten der Spielfläche, durch die Trainer, wurde zudem auch erst danach gestattet. Es steht einem Unparteiischen nicht zu, einzuschätzen, ob eine jugendliche Spielerin schauspielert oder verletzt ist. Das Wohl der Spielerinnen geht immer vor und sollte nicht durch solch eine völlig deplatzierte Eigendarstellung in Frage gestellt werden.

In den ersten Minuten der zweiten Hälfte gelangen beiden Seiten keine Tore, ehe Brandenburg zum 8:9 verkürzte. Die HSV Mädels konnten sich in der Folge dann aber leicht absetzen. Nun kam die Zeit von Jasmin. Die schnelle und wendige Mittelspielerin kämpfte in der Abwehr um jeden Ball und im Angriff gelang ihr in dieser Phase des Spiels alles. Der HSV Oberhavel  konnte sich so eine beruhigende 16:10 Führung herausarbeiten. Bedingt durch nur sechs angereiste Brandenburger Feldspieler und dadurch fehlende Alternativen für den Trainer, schwanden nun die Kräfte bei den Havelstädterinnen. Unsere Mädels bauten ihren Vorsprung sukzessive aus ohne dabei spieltaktisch zu glänzen bzw. die Vorgaben vom Trainerteam umzusetzen. Am Ende stand ein, über die gesamte Partie betrachtet, verdienter Sieg gegen eine sympathische Brandenburger Mannschaft zu buche.

Hervorzuheben sei noch Maike, die trotz ihrer noch nicht ausgestandenen Krankheit, im HSV Tor eine super Leistung zeigte.

Nach nun absolvierten 150 Minuten Brandenburgliga, stehen drei Siege und der zweite Tabellenplatz auf der Habenseite. Jede Spielerin besitzt großes Talent und die Mannschaft hat viel Potential. Die weibliche B Jugend ist mit ihren Trainern auf dem richtigen Weg, ein einheitliches Team zu werden. Das sahen auch die vielen Zuschauer nach dem Spiel, als es zum wilden und fröhlichen Fotoshooting ging. Das Zusammenspiel und die Umsetzung der taktischen Vorgaben, gerade im Angriff müssen noch verfeinert werden. Sie stehen aber noch am Anfang und für diese kurze Zeit haben sie schon viel erreicht.  Die einzelnen Talente können noch mehr gebündelt werden – dies braucht aber noch Zeit, dann kann aus diesen talentierten Spielerinnen auch eine sehr spielstarke und eingespielte Mannschaft werden.

In zwei Wochen, am 7.10.2018 kommt es dann zum Oberhavelderby gegen den Ortsnachbarn aus der Kreisstadt Oranienburg. Um 12 Uhr wird die Begegnung in der MBS Arena Oranienburg angepfiffen. Der OHC – oder wie sie sich selber auch nennen: „die Entenfamilie“ hatte einen ebenso guten Saisonstart wie unsere Krokodile und belegen punktgleich den dritten Tabellenplatz.

Für den HSV Oberhavel spielten: Maike, Lena (Tor) – Gina Ro. (2), Alisha, Yani, Gina Re. (3), Rike (2), Sonja (2), Emma, Hellen, Anna (1), Isabella, Jasmin (9), Johanna (2)
Bank: Trainerteam: Klausi, Reiner und Louisa – kranke/verletzte Spieler: Pauli