„Ich dachte, wir wären schon präsenter“


HSV Oberhavel wünscht sich nichts sehnlicher als einen festen Heimspielort

von Stefan Blumberg

HOHEN NEUENDORF Die Handballer des HSV Oberhavel fühlen sich in ihrer Heimatstadt Hohen Neuendorf in der großen Sportfamilie wie ein Anhängsel. Mit der Nase drauf gestupst wurden sie in der vergangenen Woche ein weiteres Mal: beim offiziellen Termin für den Bau der neuen Sporthalle in Borgsdorf. „Wir haben die Zusage von Bürgermeister Klaus-Dieter Hartung, dass diese Halle unsere Heimspielstätte werden soll“, sagt Siegfried Müller, 2. Vorsitzender des HSV Oberhavel. „Eingeladen wurden wir zu dem Termin nicht, andere Vereine schon.“ Skepsis macht sich breit.
Den Handballern trieb das, so Vereins-Chef Lutz Müller, „die Schweißperlen auf die Stirn“. Seit 13 Jahren baue man in Hohen Neuendorf den Handball auf. Aber heimisch geworden sind die HSVer, die im Jahre 2000 beim FSV Forst Borgsdorf angefangen hatten und seit dem vergangenen Jahr in einem eigenen Verein spielen, nirgends. Beim Nachwuchs trainieren die Hohen Neuendorfer in verschiedenen Hallen – Borgsdorf, Hohen Neuendorf, Oranienburg –, die Männer tragen ihre Heimspiele in der Oranienburger MBS-Arena aus. „Das tut weh. Zum einen können wir unsere Zuschauer nicht immer nach Oranienburg zitieren, zum anderen kostet das ziemlich viel Geld“, sagt Siegfried Müller. Die Miete für sämtlich genutzte Hallen hätte in der vergangenen Saison fast 10 000 Euro verschluckt. In Hohen Neuendorf koste die Nutzung einer Halle pro Stunde sechs Euro, für Kreishallen sind 18 Euro fällig.