4. Saisonspiel 1. Herren

OHC 4M. -HSV Oberhavel
Endstand 27-24 (Halbzeit 13-14)

Derby`s sind das Salz in der Suppe eines Sportlers

Samstag Abend zur besten Zeit gings in die MBS Arena nach Oranienburg zum Meisterschaftsspiel gegen die 4.Mannschaft des OHC. Hier gab es in der letzten Saison nicht viel zu holen.
Alex und Matthias konnten aus beruflichen Gruenden genausowenig dabei sein wie Trainer Christian Marquardt, der als Schiedrichter unterwegs war. Krankheitsbedingt musste auch Costa passen. Trotzdem war die Bank gut gefuellt und wir gingen optimistisch ins Spiel.

Das Spiel startete so wie wir erwartet hatten. Erfahrung gepaart mit Koerpervolumen prallte auf jugendlichen Spielpass und Schnelligkeit. Klausi wurde von Anfang an kurz genommen, was jedoch den Torerfolg nur vorruebergehend behinderte. Im eins gegen eins mit schnellem Abschluss gelang es jedoch, die manchmal statisch wirkende Abwehr des Lokalrivalen zu ueberwinden oder es wurden die Mitspieler gut eingesetzt. Hier sprangen dann die Pontep`s, Heinar, Micha, Robert, Marvin oder auch Fabian in die Bresche und netzten stattdessen ein.
Auf der anderen Seite hatte die Abwehr des HSV alle Haende voll zu tun um den Kreislaeufer aus dem Spiel zu nehmen, ueber den das Spiel hauptsaechlich laufen sollte. Im letzten Aufeinandertreffen hatte die Nr. 10 aus Oranienburg insgesamt 10 Treffen verbucht. Blind gespielte Paesse von Gordon Froehlich, fanden jedoch nicht so haeufig das Ziel, und der Gastgeber wurde zusehends unsicherer und Fehler schlichen sich ein. Flieger im Tor zeigte einmal mehr das er noch lange nicht zum alten Eisen gehoert. Und immer dann wenn die Angriffe schnell vorgetragen wurde, war der Torerfolg sicher. So setzte sich der HSV zwischenzeitlich auf 2-3 Tore ab.
Eine Umstellung auf zwei Kreislaeufer im OHC Angriffsspiel, vier sicher verwandelte Strafwuerfe und eine Abwehrbollwerk das seinesgleichen sucht, liess die Gastgeber jedoch wieder herankommen. Wir fingen an uns im Positionsspiel aufzureiben und Pass- und Abspielfehler schlichen sich ein. Zudem wurde uns das ein oder andere Zeitspiel zum Verhaengnis. Wenige Sekunden vor dem dem Pausenpfiff wurde es nach einem Ballverlust nochmal eng, aber der Ausgleich wurde durche eine sensationelle Fussabwehr beim Tempogegenstoss verhindert. Nach den ersten 30 Minuten stand es dann 12-13.
Die erste Halbzeit in Zahlen:
0-2, 2-4, 3-6, 5-8, 8-10, 11-11, 12-13

Die zweite Halbzeit startete aehnlich gut wie die erste…durch schnelles Spiel hatte man den Gegner anfangs noch gut unter Kontrolle und baute die Fuehrung wieder aus. Ab der 40.Minute ging es haerter zur Sache und der OHC setzte das ein, was Ihn letzendlich zum Sieg verholfen hat. Koerpereinsatz, Koerpereinsatz, und nochmals Koerpereinsatz. Nicht wirklich schoen anzusehen aber effektiv. So musste der HSV immer wieder Gegentreffer zulassen, die manchmal gut herausgespielt waren, meist jedoch mit purem Einsatz zum Erfolg fuehrten. Ein Torwartwechsel verbunden mit einer ploetzlich auftretenden Abschlussschwaeche sorgte dann fuer die Wende im Spiel zwischen der 40. und 50. Spielminute. Dreimal aus bester Wurfposition nicht getroffen und im Gegenzug drei Treffer in Unterzahl kassiert brachten den OHC auf die Gewinnerstrasse. Die letzten 10 Minuten wurden nochmals heiss, die HSV Handballer rissen sich zusammen, Malte ins Tor, offensiver gedeckt, die letzten Kraftreserven mobilisiert, auf die Zaehne gebissen und nochmals zurueck auf die Platte und den Lokalrivalen bis aufs letzte gefordert…noch dreimal eingenetzt…Abstand verkuerzt… aber zu spaet.
Auch wenn wir das Spiel verloren haben, muessen wir uns keine Vorwurfe machen. Jeder hat gesehen was moeglich ist.

Die zweite Halbzeit in Zahlen:
12-14, 14-17, 20-20, 23-20, 25-21, 27-21, 27-24

Alles in allem hat nicht viel gefehlt, um einen oder gar beide Punkte aus der MBS Arena mitzunehmen…wir wissen woran es gelegen hat und daran werden wir in den naechsten Wochen arbeiten. Aber der jungen Mannschaft des HSV Oberhavel muss man Respekt zollen.

Vor dieser Mannschaftsleistung, das Miteinander im Team und die Art und Weise wie sich das Team geschlossen als Einheit praesentiert muss man den Hut ziehen.